PETER SENGL
Ausstellung anlässlich seines 60. Geburtstages
18.03. – 05.06.2005, Großer Saal
Kuratoren: Agnes Essl & Andreas Hoffer
Anlässlich des 60. Geburtstages des österreichischen
Künstlers Peter Sengl zeigt die Sammlung Essl im Großen
Saal seine aktuelle Malerei und Zeichnungen der letzten Jahre.
Der in Wien lebende Maler und Zeichner ist gebürtiger Steirer.
Von 1963 bis 1968 studierte er an der Akademie der bildenden
Künste in Wien bei Prof. Sergius Pauser. Seit 1970 finden
zahllose Ausstellungen und Ehrungen im In- und Ausland statt.
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PETER SENGL
Je vier Masken für
Bach und Schubert (2004)
Mischtechnik auf Leinwand, 179 x 120 cm
Fotonachweis: Robert Pfeifer
© Peter Sengl |
Thomas Zaunschirm, ein langjähriger Kenner des Werks,
schreibt in seinem Katalogbeitrag zur Ausstellung:
"Das
alles ist einem scheinbar vertraut, da gibt es einen hohen Wiedererkennungswert,
auch wenn sich bei genauer Analyse die Bilder nicht ähnlich
schauen, sondern bemerkenswerte Unterschiede aufweisen –
nicht im Sinne einer eher zeitlupenhaft stattgefundenen Entwicklung,
in der sich nicht viel ändert, sondern in der narrativen
Struktur. Das Wohlgefühl angesichts dieser Bilderflut verlangt
den Nachschub."
Peter Sengl verdichtet in eigenwilligen
Bildfindungen dunkle Phantasien, historische Bezüge und
kunsthistorische Vorbilder mit dem Arsenal sado-masochistischer
Gerätschaften und harmlosem Kinderspielzeug.
Die Ausstellung bietet vielfältige Möglichkeiten,
die subtilen Veränderungen im Werk Peter Sengls zu studieren.
Malerei der letzten Jahre wird dem graphischen Werk gegenübergestellt.
Es gilt die Qualität dieses erzählerischen Oeuvres
im Vergleich der Techniken zu entdecken; einige Zeichnungen
stehen in direkter inhaltlicher Beziehung zu Werken der Malerei.
Die Bildrealität ist nicht von einer linearen Erzählung
bestimmt, sondern lebt vielmehr von Brüchen, Andeutungen
und Mehrdeutigem, von der ganz spezifischen Verwendung von Menschen
und Objekten, die in immer neuen Variationen zueinander in Beziehung
treten. Die Titel der Werke Peter Sengls sind selbst kleine
Erzählungen und erweitern den Deutungshorizont seiner Malerei;
sie stellen aber eher Fragen, als dass sie die Rätsel der
Kompositionen beantworten.
"Die mehrschichtigen Bildtitel
verweisen nicht nur auf die miteinander verschränkten sichtbaren
Inhalte, sondern vielleicht auch auf das Verhältnis der
Schichten zueinander." (Zaunschirm)
PETER SENGL Hommage Frida Kahlo (1994)
Mischtechnik auf Leinwand, 120 x 100 cm
Fotonachweis: Stefan Fiedler – Salon Iris, Wien
© Sammlung Essl Privatstiftung
In den 1990er Jahren setzt sich
Peter Sengl in einer Bildserie mit dem Werk von Frida Kahlo
auseinander – ein spannender Anknüpfungspunkt zu
der gleichzeitig im Museum stattfindenden Ausstellung Die
Mexikanische Moderne. Diese Bildserie hat der Künstler
2004 durch die Bearbeitung eines Werkes von Diego Rivera ergänzt.
Er übernimmt die Komposition Riveras, ersetzt aber den
Kopf von Lupe Marin – der früheren Frau Riveras –
durch das Porträt von Frida Kahlo und gibt dem Bild dadurch
eine neue Brisanz.
Katalog
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PETER
SENGL Deutsch. Katalog, 60 Seiten, zahlreiche
Farbabbildungen. Mit einem Vorwort von Prof. Agnes Essl
und einem einführenden Text von Thomas Zaunschirm.
Edition Sammlung Essl Privatstiftung: Klosterneuburg 2005
€ 18.00
ISBN 3-902001-19-3 |
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updated: 22.08.2010
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