ALFONS SCHILLING
Geboren 1934 in Basel
Lebt und arbeitet in Wien
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Alfons Schilling im Essl Museum, Februar 2009
Foto © Frank Garzarolli
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Ohne Titel, autobinäres Stereobild, 1991
Acryl auf Baumwolle (Molino)
292 x 498 cm
© Sammlung Essl Privatstiftung, Klosterneuburg /
Wien
Fotonachweis: Mischa Nawrata, Wien
Die durch das Prismenmonokel ausgelöste Verschiebung
der Bildfläche lässt das Bild dreidimensional
erscheinen. |
Persönliche Daten
| 1956 – 59 |
Studium an der Akademie für angewandte Kunst, Wien
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| 1960 |
Erste Ausstellungen (Aktionsmalerei) |
| 1962 |
5 monatiger Parisaufenthalt, Spin-Bilder, Rotations-
und Schleuderbilder.
Im Herbst des gleichen Jahres Übersiedlung nach New York.
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| 1965 |
Beginn der Beschäftigung mit Möglichkeiten
der Darstellung einer
Synthese von Raum, Bewegung und Blick.
Parallel dazu arbeitet er an Sehmaschinen und autobinären
Raumbildern |
| 1970 |
Erste Einzelausstellung in New York.
Lehrtätigkeit, Aufführungen und Ausstellungen in
den USA und Europa |
| 1985 |
John Simon Guggenheim-Fellowship |
| 1986 |
Rückkehr nach Europa.
Bis 1990 Gastprofessur an der Hochschule für angewandte
Kunst. |
Zum Werk
Alfons Schilling nimmt in der österreichischen Kunst nach 1945
eine singuläre Position ein. Eine Thematik hat Schilling zeit
seines Lebens künstlerisch inspiriert: die Sprengung der Bildfläche
durch Bewegung, Raum und Zeit. Damit verbunden beschäftigt
er sich mit der Erweiterung, aber auch Infragestellung des menschlichen
Blickes.
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Alfons Schilling, Aktionsmalerei mit Rotationsbild
im Atelier Rue de la Glacière,
Paris 1962
© Fotoarchiv Alfons Schilling
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Ohne Titel (Rotationsbild), 1962
Dispersion auf Packpapier auf Leinwand aufgezogen
Ø 228 cm
© Sammlung Essl Privatstiftung, Klosterneuburg
/ Wien
Fotonachweis: Mischa Nawrata, Wien |
Anfang der 1960er Jahre entwickelt der Künstler eine extrem
gestische, informelle Malerei. Seine expressiven Abstraktionen,
gemalt auf großformatigen Leinwänden und Papierblättern,
sprengen die Bildfläche mit ihrer expandierenden und überschreitenden
Dynamik. Schilling verkündet den Anspruch auf eine neue,
ekstatische Malerei – eine, wie er es nennt, "totale
Malerei".
Ende 1961 verlegt er sein Atelier von Wien nach Paris und entwickelt
die Rotationsbilder (spin paintings). Der Künstler baut Motoren,
die es ihm ermöglichen, auf einer an der Wand befestigten
rotierenden Bildfläche zu malen oder vielmehr Farbe darauf
zu schütten und zu schleudern. Die Bilder können ruhend
oder in Drehung betrachtet werden, bei schneller Rotation nimmt
der Betrachter fast keine Bewegung mehr wahr, wird die Drehung
langsamer, erkennt das Auge die Farben als sich ineinanderschraubende
Formen. Damit verweist Schilling auf die Mechanik des Auges und
seine Sehmöglichkeiten – ein Thema, das ihn nicht mehr
loslässt: Mit forschender Neugier sucht der Künstler
fortan nach neuen, innovativen Möglichkeiten zur Erweiterung
der visuellen Wirklichkeit.
Er lebt von den 1960er bis Mitte der 80er Jahre in New York und
experimentiert mit Hologrammen und Linsenrasterfotografie, parallel
dazu arbeitet er an "Sehmaschinen" (Apparaturen zur visuellen
Manipulation des Raumes) sowie autobinären Raumbildern, die
sich durch das Betrachten mit einem Prismen-Monokel in den dreidimensionalen
Raum öffnen.
Günther Oberhollenzer
AUSSTELLUNGEN im Essl Museum
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
Weblink
www.alfons-schilling.com >>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 30.05.2011
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